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Texte und Bilder für die eigene Website

Wie man in Kundensprache schreibt statt in Branchensprache, warum echte Fotos jedes gekaufte Bild schlagen und was bei Bildrechten gilt.

Beitrag 05 von 8 6 Minuten Lesezeit Stand: Juli 2026

WK Academy · Modul 05
Worte, die verkaufen. Bilder, die stimmen.
Texte und Bilder 15 Minuten Baut auf Modul 04 auf
Der Test

Wenn Ihr Text auch für Ihren Wettbewerber passen würde, sagt er nichts.

Wie Ihre Kunden reden

Schreiben Sie, wie am Tresen gesprochen wird

Branchensprache
  • „Ganzheitliche Sanierungskonzepte“
  • „Individuelle Typberatung“
  • „Umfassendes Leistungsportfolio“
  • „Kundenorientierte Lösungen“
Kundensprache
  • „Ihr Bad ist in zwei Wochen fertig“
  • „Welche Farben zu Ihnen passen“
  • „Was wir machen und was es kostet“
  • „Wir rufen zurück, wenn wir es sagen“
Die wichtigste Umformulierung

Vom Merkmal zum Nutzen

MerkmalWas der Kunde davon hat
Meisterbetrieb seit 1998Wer über 25 Jahre besteht, ist auch nächstes Jahr noch erreichbar
Eigene WerkstattReparaturen dauern Tage statt Wochen
Termine auch samstagsSie müssen dafür keinen Urlaub nehmen
FestpreisgarantieAuf der Rechnung steht, was vorher besprochen war

Das Merkmal ist wahr, aber es arbeitet nicht. Erst der Satz daneben beantwortet die Frage „Was bringt mir das?“

Reihenfolge

Die Antwort zuerst, die Geschichte später

Zeitungen machen das seit hundert Jahren so: Das Wichtigste steht oben. Wer weiterlesen will, bekommt mehr Details, aber niemand muss.

Die Firmengeschichte gehört nicht in den ersten Absatz einer Leistungsseite.

  • Was es ist und für wen, in einem Satz
  • Was es kostet und wie lange es dauert
  • Wie es abläuft, Schritt für Schritt
  • Warum ausgerechnet Sie, mit Beleg statt Behauptung
  • Die üblichen Rückfragen, offen beantwortet
Der größte Einzelhebel

Echte Fotos schlagen jedes gekaufte Bild

Aus der Bilddatenbank
  • Lächelnde Fremde in fremden Räumen
  • Steht gleichzeitig auf zwanzig anderen Seiten
  • Wird als unecht erkannt und kostet Vertrauen
  • Zeigt nichts über Ihre tatsächliche Arbeit
Selbst aufgenommen
  • Ihre Räume, Ihr Team, Ihre Ergebnisse
  • Gibt es nirgendwo sonst
  • Beweist statt zu behaupten
  • Ein gutes Handyfoto reicht völlig
Ihre Hausaufgabe

Was ich von Ihnen brauche

Am besten bei Tageslicht, quer aufgenommen, ohne Filter. Lieber zwanzig ehrliche Bilder als drei perfekte.

Die Arbeit

Ergebnisse, gern vorher und nachher. Das überzeugt am stärksten.

Die Räume

Außenansicht zum Wiedererkennen, Innenraum für das Gefühl.

Die Menschen

Sie und Ihr Team. Auch wenn es unangenehm ist: Gesichter schaffen Vertrauen.

Der teure Fehler

Bilder aus dem Netz kosten schnell vierstellig

Nicht einfach nehmen

Kein Bild aus der Google-Bildersuche, von Wettbewerbern oder aus sozialen Netzwerken. Auch nicht „nur kurz“.

Menschen müssen zustimmen

Wer erkennbar abgebildet ist, muss einverstanden sein. Bei Mitarbeitenden am besten schriftlich, auch für den Fall des Ausscheidens.

Auch Freie haben Regeln

Kostenlose Bilddatenbanken verlangen teils Namensnennung. Lizenz einmal lesen und den Nachweis aufbewahren.

Kunden nur mit Freigabe

Vorher-Nachher-Bilder von Kundenarbeiten brauchen eine Erlaubnis. Kurz schriftlich einholen, das genügt.

Der eine Satz zum Mitnehmen

Schreiben Sie so, wie Sie es einem Kunden am Tresen erklären würden. Und zeigen Sie, was Sie wirklich gemacht haben.

Wie es weitergeht

Der nächste Schritt

Sie schicken mir zwanzig Fotos aus Ihrem Alltag, und wir telefonieren eine halbe Stunde über Ihre Leistungen. Aus dem Gespräch schreibe ich die Texte. Sie müssen nichts formulieren.

Anschließend

Modul 06: Technik, Tempo und Hosting

Gute Inhalte nützen nichts, wenn die Seite zu langsam lädt oder zeitweise gar nicht erreichbar ist. Als Nächstes geht es darum, was hinter der Website läuft und warum das Ihre Anfragen beeinflusst.

Die Kurzfassung als Präsentation. blättern F Vollbild

Der Austauschbarkeits-Test

Nehmen Sie Ihren Firmennamen von der Website und setzen Sie den Ihres Wettbewerbers ein. Würde es jemandem auffallen?

Bei den meisten lautet die ehrliche Antwort nein. „Kompetent, zuverlässig, persönlich, alles aus einer Hand“ steht auf jeder zweiten Handwerkerseite. Solche Sätze sind nicht falsch. Sie sagen nur nichts, weil sie für jeden gelten.

Ein Websitetext ist keine Selbstdarstellung, sondern eine vorweggenommene Antwort. Jeder Absatz beantwortet eine Frage, die der Besucher gerade im Kopf hat. Wenn Sie zu einem Absatz nicht sagen können, welche Frage er beantwortet, kann er weg.

Die sechs Fragen, in dieser Reihenfolge

Besucher stellen ihre Fragen in einer erstaunlich festen Abfolge:

  1. Bin ich hier richtig?
  2. Was kostet das und wie lange dauert es?
  3. Wie läuft das ab?
  4. Warum ausgerechnet die?
  5. Was ist, wenn etwas schiefgeht?
  6. Was mache ich jetzt?

Ein Text, der diese sechs Fragen in dieser Reihenfolge beantwortet, funktioniert. Einer, der mit der Firmengeschichte anfängt, nicht — denn die beantwortet Frage vier, und dort ist der Besucher noch gar nicht.

Kundensprache statt Branchensprache

Der zweite große Unterschied zwischen Texten, die wirken, und solchen, die nur dastehen.

BranchenspracheKundensprache
Ganzheitliche SanierungskonzepteIhr Bad ist in zwei Wochen fertig
Individuelle TypberatungWelche Farben zu Ihnen passen
Umfassendes LeistungsportfolioWas wir machen und was es kostet
Kundenorientierte LösungenWir rufen zurück, wenn wir es sagen

Die rechte Spalte entsteht immer auf dieselbe Weise: Man hört zu, wie jemand über seine eigene Arbeit spricht, wenn er gerade nicht auf eine Website schaut. Deshalb schreiben wir die Texte nach einem Telefonat mit Ihnen — Sie müssen nichts selbst formulieren. Die besten Formulierungen fallen ohnehin nebenbei.

Vom Merkmal zum Nutzen

Die wirksamste einzelne Umformulierung. Ein Merkmal ist wahr, aber es arbeitet nicht. Erst der Satz daneben beantwortet die Frage, die der Kunde tatsächlich hat: Was bringt mir das?

MerkmalWas der Kunde davon hat
Meisterbetrieb seit 1998Wer über 25 Jahre besteht, ist auch nächstes Jahr noch erreichbar
Eigene WerkstattReparaturen dauern Tage statt Wochen
Termine auch samstagsSie müssen dafür keinen Urlaub nehmen
FestpreisgarantieAuf der Rechnung steht, was vorher besprochen war

Die Methode dahinter ist simpel: Nach jedem Satz einmal „na und?“ denken. Die Antwort darauf gehört in den Text — der ursprüngliche Satz oft nicht.

Konkret werden

Drei Eingriffe, die fast jeden Text sofort verbessern:

Adjektive gegen Zahlen tauschen

„Schnelle Bearbeitung“ wird zu „Rückmeldung innerhalb eines Werktages“. „Langjährige Erfahrung“ wird zu „Seit 1998, über 400 Bäder“. „Faire Preise“ wird zu „Ab 180 €, Festpreis nach Besichtigung“.

Zahlen haben einen doppelten Nutzen: Sie sind glaubwürdiger, und sie sind zitierfähig — für Google wie für KI-Antworten.

Behauptungen gegen Belege tauschen

Statt „unsere Kunden sind begeistert“ ein echtes Zitat mit Namen und Datum. Statt „hohe Qualität“ ein Vorher-Nachher-Bild. Sie können alles über sich behaupten; geglaubt wird, was belegt ist.

Firmenperspektive gegen Kundenperspektive tauschen

„Wir bieten ein umfassendes Leistungsportfolio“ wird zu „Sie brauchen nur einen Ansprechpartner“. Dieselbe Aussage, aber aus der richtigen Richtung erzählt.

Überschriften sind Wegweiser

Weil Besucher überfliegen, tragen die Überschriften die halbe Last. Sie müssen allein schon die Seite erzählen.

„Was eine Badsanierung kostet“ ist besser als „Transparenz von Anfang an“. Das eine sagt, was folgt. Das andere klingt gut und sagt nichts.

Besonders wirksam sind Fragen als Zwischenüberschriften. Sie entsprechen genau dem, was Menschen eintippen, und die Antwort darunter lässt sich als Zitat herauslösen.

Zwei technische Faustregeln dazu: ein Gedanke pro Absatz, drei bis fünf Zeilen. Und Aufzählungen nur für echte Aufzählungen — wenn drei Sätze zusammengehören, sind sie ein Absatz, keine Liste.

Fotos: der größte Einzelhebel

Wenn Sie an einer Stelle Aufwand investieren wollen, dann hier.

Bild aus der DatenbankSelbst aufgenommen
Lächelnde Fremde in fremden RäumenIhre Räume, Ihr Team, Ihre Ergebnisse
Steht gleichzeitig auf zwanzig anderen SeitenGibt es nirgendwo sonst
Wird als unecht erkannt und kostet VertrauenBeweist, statt zu behaupten

Und die entlastende Nachricht: Ein ehrliches Handyfoto bei Tageslicht schlägt das beste gekaufte Bild. Sie brauchen kein teures Fotoshooting, um anzufangen. Wenn später Budget da ist, lohnt ein halber Tag mit einem Fotografen — Voraussetzung ist er nicht.

Was wir von Ihnen brauchen

Beim letzten Punkt kommt fast immer Widerstand, und er ist verständlich. Das Gegenargument ist trotzdem stark: Ihre Kunden beauftragen Sie, nicht eine Firma. Gesichter sind einer der wirksamsten Vertrauensbelege, die es gibt.

Am einfachsten ist es, wenn Sie uns zwanzig Bilder schicken und wir aussortieren. Das Auswählen ist die Arbeit, die erfahrungsgemäß blockiert.

Bildrechte: der teure Fehler

Der häufigste reale Rechtsärger bei kleinen Websites — und der am leichtesten vermeidbare.

Wir verwenden ausschließlich Material, für das die Rechte geklärt sind, und dokumentieren die Herkunft je Bild. Das kostet zehn Minuten und erspart im Ernstfall sehr viel.

Schreiben Sie so, wie Sie es einem Kunden am Tresen erklären würden. Und zeigen Sie, was Sie wirklich gemacht haben.

Häufige Fragen

Muss ich die Texte selbst schreiben?

Nein. Wir führen ein Telefonat je Leistung, etwa eine halbe Stunde, und schreiben daraus die Texte. Sie korrigieren anschließend nur noch. Das ist für beide Seiten schneller, und das Ergebnis ist besser, weil es in Ihrer Sprache formuliert ist.

Ranken längere Texte besser bei Google?

Nicht die Länge zählt, sondern die Vollständigkeit. Eine Seite, die alle relevanten Fragen zu einem Thema beantwortet, ist im Vorteil — unabhängig davon, ob das 600 oder 1600 Wörter sind. Aufgeblähte Texte werden nicht gelesen und helfen niemandem.

Brauche ich professionelle Fotos?

Nicht zum Start. Ein ehrliches Handyfoto bei Tageslicht wirkt deutlich besser als ein gekauftes Bild aus einer Datenbank. Wenn später Budget vorhanden ist, lohnt sich ein Fototermin — als Voraussetzung sollte er ein Projekt nicht aufhalten.

Darf ich Bilder verwenden, wenn ich die Quelle angebe?

Nein. Eine Quellenangabe ist keine Nutzungserlaubnis. Sie brauchen entweder eigene Aufnahmen oder eine Lizenz, die die gewerbliche Nutzung erlaubt. Abmahnungen wegen Bildrechten sind der häufigste Rechtsärger bei kleinen Websites.

Muss ich Fotos von mir und meinem Team zeigen?

Müssen nicht, sollten aber. Bei lokalen Betrieben ist es einer der stärksten Vertrauensbelege überhaupt. Wenn Ihnen das unangenehm ist, reicht oft schon ein Bild bei der Arbeit statt eines gestellten Porträts.

Wie oft muss ich die Texte aktualisieren?

Grundsätzlich selten. Wichtig ist nur, dass Preise, Leistungen, Öffnungszeiten und Teamangaben stimmen. Veraltete Angaben kosten mehr Kunden als fehlende neue Inhalte.

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