Der Teil, um den Sie sich nicht kümmern müssen
Technik ist das Thema, bei dem die meisten Betriebe abschalten — verständlicherweise. Trotzdem lohnt sich ein Überblick, und zwar aus einem einfachen Grund: Sie sollten wissen, wofür Sie zahlen und woran Sie erkennen, ob jemand sauber arbeitet.
Dieser Beitrag erklärt vier Dinge: warum Tempo Geld ist, welche drei Bausteine eine Website überhaupt braucht, warum die Domain auf Ihren Namen laufen muss und was laufende Betreuung tatsächlich beinhaltet.
Jede Sekunde kostet Anfragen
Die meisten halten Ladezeit für ein Google-Thema. Sie ist zuerst ein Menschen-Thema: Wer wartet, springt ab — und zwar bevor er überhaupt weiß, was Sie anbieten. Der beste Text nützt nichts, wenn er zu spät erscheint.
Google misst dabei drei Dinge, die jeder Besucher unmittelbar spürt:
Wie lange es dauert, bis etwas da ist
Wann erscheint der erste große Inhalt auf dem Bildschirm? Bis dahin sieht der Besucher eine leere Fläche und fragt sich, ob die Seite kaputt ist.
Wie schnell die Seite reagiert
Tippt jemand auf einen Knopf, passiert dann sofort etwas — oder erst nach einem spürbaren Moment? Verzögerte Reaktionen lassen eine Seite billig wirken, selbst wenn sie gut aussieht.
Ob das Layout herumspringt
Verschiebt sich der Text noch, während man liest, weil Bilder nachladen? Das ist der Ärger, den jeder sofort wiedererkennt: Man will etwas antippen, alles rutscht, man trifft das Falsche.
Alle drei Werte sind öffentlich messbar. Wir prüfen sie vor jedem Start und danach regelmäßig.
Woran es fast immer liegt
| Ursache | Was dagegen hilft |
|---|---|
| Riesige Bilder | Bilder in der passenden Größe und in modernen Formaten ausliefern. Mit Abstand der größte Hebel |
| Zu viele Zusatzprogramme | Jedes Erweiterungspaket kostet Tempo. Nur einbauen, was wirklich gebraucht wird |
| Fremde Dienste | Karten, Videos, Chatfenster und Schriften von fremden Servern. Erst laden, wenn nötig |
| Billiges Hosting | Geteilte Server mit hunderten Websites. Spart wenige Euro und kostet Sekunden |
Bei unseren Seiten liegen Schriften und Programmbibliotheken auf dem eigenen Server statt bei Dritten. Das ist schneller — und nebenbei besser für den Datenschutz, weil dabei keine Daten Ihrer Besucher an fremde Anbieter fließen.
Der grundsätzlichere Punkt: Wir setzen keine schweren Systeme ein, wo einfache Seiten reichen. Deshalb sind unsere Seiten von Haus aus schnell, statt nachträglich optimiert werden zu müssen.
Drei Bausteine, drei Aufgaben
Eine Website besteht aus drei Teilen, die oft durcheinandergeworfen werden. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie klärt, was Ihnen gehört.
Die Domain
Ihre Adresse im Netz. Sie gehört Ihnen und wird jährlich bezahlt. Das ist der wichtigste Teil des ganzen Aufbaus, weil alles andere daran hängt.
Das Hosting
Der Ort, an dem die Dateien liegen und von dem sie ausgeliefert werden. Bestimmt Tempo und Erreichbarkeit.
Die Website selbst
Die Dateien: Texte, Bilder, Gestaltung. Das, was wir gemeinsam erstellen.
Diese drei lassen sich unabhängig voneinander wechseln. Genau deshalb sollten Sie wissen, wem was gehört.
Die Domain muss auf Ihren Namen laufen
Der Punkt, bei dem Sie unabhängig von uns aufpassen sollten.
Es kommt regelmäßig vor, dass eine Agentur die Domain auf sich selbst registriert. Solange die Zusammenarbeit läuft, merkt das niemand. Beim Wechsel wird es zum Druckmittel oder zumindest zum wochenlangen Ärger.
Worauf Sie achten sollten:
- Sie sind der eingetragene Inhaber, nicht Ihr Dienstleister.
- Sie haben die Zugangsdaten, auch wenn Sie sie nie brauchen.
- Die Verlängerung ist überwacht. Eine abgelaufene Domain wird teils binnen Stunden von Händlern registriert und dann teuer zurückverkauft.
Bei uns läuft die Domain auf Sie. Sie können jederzeit gehen und alles mitnehmen. Das ist keine Großzügigkeit, sondern selbstverständlich.
Der Umzug einer bestehenden Website
Wenn Sie schon eine Website haben, ist der Wechsel der Moment mit dem größten Schadenspotenzial. Zwei Dinge gehen dabei erfahrungsgemäß schief.
Die E-Mail bricht weg. An derselben Domain hängen meist auch die E-Mail-Postfächer. Wer beim Umzug nur an die Website denkt, steht plötzlich ohne Mail da. Deshalb wird vorher dokumentiert, was existiert.
Die Sichtbarkeit geht verloren. Wenn sich Adressen ändern, müssen die alten auf die neuen weitergeleitet werden. Ohne diese Weiterleitungen verlieren Sie die über Jahre aufgebaute Auffindbarkeit — Google findet die alten Seiten nicht mehr und kennt die neuen noch nicht.
Beides ist vermeidbar, wenn man in der richtigen Reihenfolge arbeitet. Ein Umzug sollte für Ihre Kunden unsichtbar sein.
Wofür die laufende Betreuung da ist
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal aufstellt. Vier Dinge laufen dauerhaft weiter:
- Verschlüsselung. Das Schloss in der Adresszeile. Fehlt es, warnen Browser Ihre Besucher aktiv — und diese Warnung sieht jeder.
- Sicherungen. Regelmäßige Kopien, damit ein Fehler kein Datenverlust wird. Wichtig dabei: Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, keine Sicherheit.
- Aktualisierungen. Sicherheitslücken werden laufend gefunden. Veraltete Systeme sind das häufigste Einfallstor überhaupt.
- Überwachung. Wenn die Seite ausfällt, wollen Sie es nicht von einem Kunden erfahren.
Das ist der Inhalt eines Wartungsvertrags — kein Abo für nichts, sondern der Grund, warum die Seite in drei Jahren noch funktioniert. Sie merken davon nichts. Das ist der Punkt.
Technik merkt man nur, wenn sie fehlt. Deshalb wird sie vorher eingerichtet und danach überwacht.
Sicherheit ohne Übertreibung
Kleine Betriebe werden selten gezielt angegriffen. Was sie trifft, sind automatisierte Angriffe, die das ganze Netz nach bekannten Lücken absuchen. Der wirksamste Schutz ist deshalb, wenig Angriffsfläche zu bieten.
Eine Website aus einfachen, statischen Seiten hat praktisch keine. Jedes zusätzliche System und jede Erweiterung ist eine Fläche mehr, die aktuell gehalten werden muss. Das ist einer der Gründe für unsere Bauweise — neben dem Tempo.
Dazu kommen Formulare: Sie brauchen einen Schutz gegen automatisierte Einsendungen, sonst füllt sich Ihr Postfach mit Werbung.
Häufige Fragen
Wie schnell muss eine Website sein?
Als Orientierung sollte der Hauptinhalt in unter 2,5 Sekunden sichtbar sein, gemessen unter realistischen Bedingungen — also mobil und nicht im heimischen WLAN. Wichtiger als der exakte Wert ist, dass Besucher nicht auf eine leere Fläche schauen.
Wem gehört meine Domain?
Ihnen — sofern Sie als Inhaber eingetragen sind. Das sollten Sie prüfen, auch bei einer bestehenden Website. Läuft die Domain auf Ihre Agentur, sollten Sie das ändern lassen, unabhängig davon, ob Sie einen Wechsel planen.
Was kostet Hosting?
Für eine typische Website eines lokalen Betriebs sind die reinen Hosting-Kosten gering. Bei uns ist der Betrieb Teil des Rundum-Pakets, sodass Sie keine getrennten Verträge und Rechnungen verwalten müssen. Die Domain wird jährlich abgerechnet.
Was passiert bei einem Umzug mit meinen E-Mails?
Nichts, wenn vorher dokumentiert wird, was existiert. Die E-Mail-Einstellungen hängen an derselben Domain wie die Website und müssen beim Wechsel mitgenommen werden. Das ist der häufigste ernsthafte Zwischenfall bei Umzügen und vollständig vermeidbar.
Brauche ich wirklich einen Wartungsvertrag?
Eine Website ohne Pflege funktioniert eine Weile und wird dann still zum Problem: abgelaufene Zertifikate, veraltete Angaben, ungeprüfte Sicherungen. Die Betreuung ist keine Pflicht, aber der Unterschied zwischen „läuft“ und „lief mal“.
Kann ich meine bestehende Website behalten und nur schneller machen lassen?
Oft ja. Wir messen die Seite und sagen Ihnen, woran es liegt. Bei überdimensionierten Bildern und zu vielen Erweiterungen lässt sich viel erreichen, ohne neu anzufangen. Ob sich das lohnt, hängt vom Zustand der Grundlage ab — das sagen wir Ihnen ehrlich.